Alkoholausschank in Badeanstalten


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Mike Chudacoff, 21.10.14:

Offenbar gehörte es bis ins 19.te Jahrhundert mancherorts dazu, dass zu einer richtigen Badanstalt auch ein "Wynschenken oder Tavernenrecht" gehörte. Wie war das in Zürich oder andernorts, falls Sie davon Kenntnis haben? Vielen Dank für Ihre Hinweise.


Daniel Schmid, 26.10.14: Leider ist mir diesbezüglich nichts bekannt, ich kann mich nicht erinnern, in alten Texten Hinweise auf Alkoholausschank gelesen zu haben.
In vielen Bädern wird jedenfalls auch heutzutage noch Alkohol ausgeschenkt.
Als Hauptakteure der Schweizer Alkoholpolitik gelten die Kantone; kantonale gesetzlichen Bestimmungen, welche den Verkauf und/oder den Konsum von Alkohol in Schwimmbädern verbieten oder einschränken, gibt es jedoch nur in den Kantonen Basel-Stadt, Basel-Land und St. Gallen. So verbietet Art. 11 des kantonalen Gastwirtschaftsgesetzes von St. Gallen, dass eine Bewilligung für das Ausschenken von Alkohol in Badeanstalten erteilt wird.
Weiterhin kann jede Gemeinde in den entsprechenden Pachtverträgen den Alkoholverkauf untersagen oder einschränken.

Verbote werden umgangen, indem das Restaurant (oder Teile davon) von dem Badebereich klar abgetrennt wird. Dort darf der Gastwirt Alkohol ausschenken, wenn das er das Patent für den Alkoholausschank von der Gemeinde erhalten hat.

Einschränkungen des Alkoholkonsums können ferner in den jeweiligen Badeordnungen festgelegt sein. So verbietet § 12 der Badeordnung für das Schwimnbad Zofingen "ausserhalb des Badi-Restaurants Alkohol zu konsumieren"; und "alkoholische Getränke mitzubringen".

Einen gepflegten Weisswein mit Blick auf den Pool geniessen ist wohl möglich, aber nicht so einfach...


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