Schweizer Bäder unter Denkmalschutz


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Liste der Schwimmbadanlagen, die – als Ganzes oder teilweise – als schützenswerte Bauten aufgeführt sind.
Quelle: Schweizerisches Inventar der Kulturgüter von nationaler (A-Objekte) und regionaler (B-Objekte) Bedeutung (KGS Inventar), Stand 2015.
Vereinfacht definiert: B-Objekte werden als "wertvoll", A-Objekte als "sehr wertvoll" gewertet.
Diese Seite enthält eine Auswahl an Bädern, die in anderen Inventaren (Kant. Denkmalpflege) aufgeführt sind. Darunter sind K-Objekte (schützenswerte Objekte von kantonaler Bedeutung) und C-Objekte (Kulturgüter von kommunaler Bedeutung).

In der Schweiz bestehen Verpflichtungen von Gemeinden, Eigentümern und Kantonen, gemeinsam denkmalgeschützes Bauwerk zu erhalten. Die beinhalten nicht, dass die Bauten nicht wieder verändert werden dürfen. Bei geplanten Veränderungen müssen jedoch die Zuständigen des Kantons zur Beratung der Massnahmen hinzugezogen werden. Rechtskräftig wird der Denkmalschutz durch einen Eintrag im Grundbuch.

Kanton Aarau

B-Objekt: Freibad Aarau, die Badeanlage wurde in den 1950er-Jahren erstellt. Die Pläne stammten vom Haefeli Moser Steiger (HMS), einem der bedeutendsten Schweizer Architekturbüros des 20. Jahrhunderts.

B-Objekt: Freibad Aarburg, 1931 unter dem Namen «Badeanstalt des Fluss- und Sonnen-Bades Aarburg» eingeweiht. Planung: Hermann Lüscher. Das symmetrische, klassizistische Freibad ist wie die Bäder von Burgdorf und Freiburg typisch für den Beginn des 20. Jahrhunderts.

B-Objekt: Terrassenschwimmbad Baden erbaut während der 1930er-Jahre, die Pläne stammten von Alfred Gantner.

B-Objekt: Strandbad Rheinfelden Baujahr 1933, Planung H.A. Liebetrau.

Kanton Appenzell Ausserrhoden

A-Objekt: Freibad Heiden 1932 eröffnet, konzipiert von Ingenieur Beda Hefti (1897–1981), im Inventar der Kulturgüter von nationaler Bedeutung (Kat. A, Typ E) aufgelistet.

Kanton Basel-Landschaft

A-Objekt: Gartenbad St. Jakob erbaut 1954-55, Architektur: Max Rasser, Tibère Vadi und Bruno Geros

Kanton Basel-Stadt

B-Objekt: Hallenbad Rialto Basel 1934 eingeweiht, als Architekten zeichneten Bercher und Tamm.

Die beiden Basler Gartenbäder Bachgraben (1960 eröffnet, zur Hälfte auf Allschwiler Boden) und Gartenbad Eglisee, sind im Inventar der schützenswerten Bauten der Basler Denkmalpflege registriert (Inventar gemäss §§ 6 und 14 der Verordnung vom 14.4.1982 zum Gesetz über den Denkmalschutz. Basler Denkmalpflege 2008). Die Aufnahme ins Inventar bedeutet, dass die Denkmalpflege als Fachinstanz eine Erhaltenswürdigkeit festgestellt hat. Bei Renovationen, Umbaumassnahmen oder Abbruchvorhaben werden die Baugesuche der Denkmalpflege zur Stellungnahme vorgelegt. Falls massive Veränderungen des Inventarobjekts vorgesehen sind, wird die Schutzwürdigkeit vertieft untersucht. Wird ein Objekt als schutzwürdig befunden, verhandelt die Kantonale Denkmalpflege mit der Eigentümerschaft über die Erhaltung oder beantragt beim Regierungsrat die Unterschutzstellung. Dies kann zum Eintrag ins Denkmalverzeichnis führen.

Kanton Bern

B-Objekt: Panorama-Schwimmbad Adelboden mit Jahrgang 1933 ist in der Liste der Kulturgüter regionaler/kantonaler Bedeutung aufgeführt (Kat. B, Typ G).

A-Objekt: Strandbad Biel Nidauerbaut 1929-32 im Stil des «Neue Bauens», im Inventar der Kulturgüter von nationaler Bedeutung (Kat. A, Typ E) aufgeführt.

A-Objekt: Badeanstalt Hofwil Münchenbuchsee. Das 1822 auf dem Landgut Hofwil erbaute Anlage gilt als es eines der ersten künstliches Schwimmbäder der Schweiz. 1971 genügte der Badeweiher den hygienischen Anforderungen nicht mehr, das Badhaus wurde vom Kanton renoviert und ist als Denkmal erhalten.

K-Objekt: Freibad Burgdorf Baujahr 1929, Architekt Beda Hefti. Die Badeanlage wird von der Erziehungsdirektion des Kantons Bern / Amt für Kultur als schützenswertes Objekt von kantonaler Bedeutung (K-Objekt) eingestuft.

A-Objekt: Freibad Ka-We-De zwischen 1932 und 34 nach Plänen von Rudolf von Simmer und Hans Beyeler erbaut, als Baudenkmal auf der Liste der Kulturgüter von nationaler Bedeutung im Kanton Bern.

B-Objekt: Bödelibad Interlaken mit Baujahr 1930/31 ist im Inventar der Kulturgüter von regionaler/kantonaler Bedeutung (Kat. B, Typ G) aufgeführt.

B-Objekt: Sonnen- und Schwimmbad Wengen 1931 erbaut nach Plänen von Urfer und Stähli und Ing. Meyer, Thun.

Kanton Freiburg

A-Objekt: Bains de la Motta Fribourg 1924 erbaut, eine Anlage im klassizistischen Stil von Beda Hefti, im Inventar der Kulturgüter von nationaler Bedeutung (Kat. A, Typ E) aufgeführt.
Objet A : La Piscine de la Motta Fribourg est inscrit à l'Inventair suisse des biens culturels d'importance nationale (Inventaire PBC)

Kanton Genf

B-Objekt: Bains des Pâquis Genf ein Bau des Ingenieurs Louis Archinard und des Architekten Henry Roche, Bauzeit 1931–1932.
Objet B : Les Bains des Pâquis Genève construites 1931–32 sont inscrits à l'Inventair suisse des biens culturels d'importance regionale (Inventaire PBC)

Kanton Graubünden

Therme Vals erbaut 1996, wird – ungewöhnlich – bereits zwei Jahre später von der Bündner Regierung unter kantonalen Denkmalschutz gestellt. In welchem Inventar resp. Verzeichnis der Bau geführt wird, ist mir bislang nicht bekannt (er ist kein A- oder B-Objekt). Die Felsen-Therme ist ein Werk von Peter Zumthor.

Kanton Schaffhausen

B-Objekt: Rheinbad Schaffhausen eröffnet 1870 nach Plänen des Stadtbaumeister Joh. Gottfried Meyer, das grösste noch erhaltene Kastenbad der Schweiz.

Kanton St. Gallen

A-Objekt: Volksbad St. Gallen eröffnet 1906, geplant von Stadtbaumeister Albert Pfeiffer, ist das älteste heute noch existierende Hallenbad der Schweiz.

B-Objekt: Badhütte Rorschach von 1923 bis 24 nach Plänen des Architekten Karl Köpplin erbaut, richtet sich in der Form noch nach den geschlossenen Kastenbädern des 19. Jahrhunderts.

B-Objekt: Badeanstalt Drei Weihern Badehaus aus Holz («Frauenbad») erstellt 1896–97 nach Plänen des Stadtbaumeisters Albert Pfeiffer, «Gemeinschaftsbad» von 1900.

Kanton Thurgau

B-Objekt: Strandbad Buchhorn Arbon mit Restaurant erbaut zwischen 1928-1933 mit Hilfen von Vereinen und Freiwilligen. Architekt Edwin Bosshardt schuf eine Badeanlage, die stark vom «Bauhaus-Stil» beeinflusst wurde.

Kanton Waadt

A-Objekt: Freibad Bellerive Lausanne 1936/37 erbaut, Architekt Marc Piccard, im Inventar der Kulturgüter von nationaler Bedeutung (Kat. A, Typ E) aufgeführt.
Objet A : Les Bains de Bellerive Lausanne sont inscrits à l'Inventair suisse des biens culturels d'importance nationale et régionale (Inventaire PBC)

Kanton Zug

Seebad Seeliken Zug 1950 eröffnet, Architekt Walter F. Wilhelm. Die Männergarderobe der Badeanlage ist im "Inventar der schützenswerten Denkmäler im Kanton Zug" aufgeführt. Einen stärkeren Schutz würde die Aufnahme in das "Verzeichnis der geschützten Denkmäler" bieten. Die Inventare werden vom Amt für Denkmalpflege und Archäologie des Kantons Zug erstellt.

Kanton Zürich

Freibad Moos Schlieren Jahrgang 1948, Architekten Haefeli Moser Steiger. Mehrere Elemente der Badeanlage sind als schützenswerte Objekte im Bauteninventar der Stadt Schlieren aufgeführt.

A-Objekt: Freibad Allenmoos Zürich Die Architekten Haefeli, Moser und der Gartengestalter Gustav Amman schufen eines der schönsten Werken des Landistils. Das Bad wurde 1939 eröffnet.

A-Objekt: Freibad Letzigraben Zürich 1949 eröffnet, Architekt Max Frisch, Gartenarchitekt Gustav Ammann. Die im Landi-Stil erbaute Anlage ist im nationalen Inventar der schützenswerten Bauten aufgeführt (Liste der Kulturgüter Kat. A, Typ G).

A-Objekt: Frauenbad Stadthausquai Zürich 1837 wurde die Badeanlage – ein blickgeschütztes Kastenbad auf der Limmat – eröffnet.

C-Objekte (Auswahl): Strandbad Tiefenbrunnen Zürich Seebad aus den 1950er-Jahren, Pavillon-Architektur und Gartengestaltung der Architekten Josef Schütz, Otto Dürr und Hans Nussbaumer. Gebäude und Gartenanlage sind im Inventar der Denkmalpflege bzw. Gartendenkmalpflege aufgeführt.
Von den 43 Badeanlage auf dem Gebiet der Stadt Zürich sind 15 als potentiell schutzwürdige Objekte im Inventar der kunst- und kulturhistorischen Objekte von kommunaler Bedeutung aufgeführt, darunter das Hallenbad City Zürich, 1941 erbaut von Stadtbaumeister Hermann Herter, das Freibad Allenmoos und das Flussbad Schanzengraben. Die Objekte stehen damit nicht unter Schutz, bei Sanierungen und Umbauten muss das Amt für Baubewilligungen oder die Denkmalpflege aber kontaktiert werden.

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