Internationale Meldungen aus den BädernFrankreich Paris: erste Badesaison in der Seine seit 1923 5.7.25: Mit der Eröffnung von drei kostenlos zugänglichen Freibädern fällt ein über hundert Jahre altes Schwimmverbot an der Seine. 1.4 Mia. Euro wurden in das Abwassersystem investiert. Die Zweifel an der Wasserqualität sind aber nicht ausgeräumt. Quelle: orf.at/stories/3398434 Paris: Baden in der Seine soll ab 2025 möglich sein 10.7.23: Offiziell verboten wurde das Baden in der Seine bereits 1923. Bis Anfang der 1960er Jahre wurde Flussschwimmen noch praktiziert, trotz der schlechten Wasserqualität. Quelle: orf.at/stories/3323284 Deutschland Großer Sanierungsbedarf bei den Freibädern 8.6.25: Bei vielen Freibädern in Deutschland stehen Reparaturen an. 38% der Bäder müssten in den nächsten fünf Jahren umfassend saniert. werden. Doch die Finanzierung ist schwierig. Die DLRG warnt vor der Schließung Hunderter öffentlicher Bäder. Quelle: spiegel.dE | freibadbetreiber-sehen-sanierungsbedarf
Schwimmen lernen im Bad-Container 24.4.25: Das nächste Schwimmbad ist zu weit weg für einen geregelten Schwimmunterricht? Schwimm-Container bieten einen Ersatz. Quelle: spiegel.de | schueler schwimmen in container
Erhöhte Zäune, Kameraüberwachung und Ausweiskontrolle in den Berliner Bädern. 7.5.24: Nach massiven Gewaltvorfällen starten die Berliner Freibäder 2024 mit grossem Sicherheitskonzept in die Saison. Eine Ampel zeigt schon auf der Homepage, wie ausgelastet ein Bad ist. Bei Rot kommt niemand mehr rein. In der Vergangenheit kam es zu Konflikten, weil Bäder wegen Überfüllung plötzlich geschlossen wurden. Quelle: tagesschau.de
Immer öfter bleibt das Freibad zu – der Branche fehlen 3000 Schwimmmeister. 11.6.23: Der Job am Beckenrand bringt viel Verantwortung mit sich – und wenig Geld. Das Einstiegsgehalt liege bei 2200 Euro brutto. Das seit mit ein Grund, warum Fachangestellte für Bäderbetriebe verzweifelt gesucht werden. Effekt: Jährlich werden Dutzende an Bädern geschlossen. Und immer weniger Kinder können schwimmen. Quelle: tagesschau.de
Berliner mit wenig Geld können gratis ins Hallenbad 7.2.23: In Berlin erhalten einkommensschwache Menschen kostenlos Zutritt zu den Hallenbädern. Der Gratis-Zugang zu den Berliner Bäder-Betrieben soll ab 15. Februar jeweils montags bis freitags von 10 bis 15 Uhr sowie samstags ganztägig gelten. Der freie Eintritt ist zunächst bis Ende 2023 befristet. Quelle: tagesspiegel.de | berlin
Gemeinsam gegen das Bädersterben – Allianz der Kommunen 18.9.21: In Deutschland werden jedes Jahr rund 70 öffentliche Bäder geschlossen. Sie stellen den Betrieb ein oder werden privatisiert, weil die Kosten den Kommunen über den Kopf wachsen. Im Jahr 2000 gab es noch etwa 3'500 Hallenbäder, 2016 waren es nur noch ungefähr 2'300. Die Folge: Die "Schwimmfähigkeit" der Gesellschaft nimmt ab, wie die DLRG sagt. Bereits 59 Prozent der 10-jährigen Kinder seien keine sicheren Schwimmer. Mehrere Städte und Kommunen in Bayern haben sich zusammengeschlossen und betreiben ein neues, interkommunales Bad zusammen, und teilen sich die Verluste. Quelle: tagesschau.de (der Artikel ist seit Mai 2023 nicht mehr online) Anm.: Ein Beispiel eines interkommunalen Schwimmbades in der Schweiz ist das Piscine Intercommunale de Chéserex, auch dieses Hallenbad wird von mehreren Gemeinden gemeinsam betrieben.
Hamburg will ein Flussbad 12.3.20: Als Vorbild dient das bekannte Islands Brygge Hafenbad in Kopenhagen – der Bezirk Mitte will im Industriegebiet in Hamm im Billebecken ein Flussbad errichten, das zu einem Hotspot für Hamburger und Touristen werden soll. Quelle: Hamburger Abendblatt, S. 11, 12.3.2020 Anm.: Hamburg hat die letzten Jahre mehrere Freibäder stillgelegt, etwa das Freibad Rahlstedt und das unweit des geplanten Bades gelegene Freibad Aschberg. Aus mehreren Plänen für ein Schwimmbad auf der Alster (z.B. vom damaligen Bürgermeister von Beust im Jahr 2007) ist nichts geworden. Auch für ein Flussbad an der Elbe existiert ein Projekt. Die Wahrscheinlichkeit einer Realisierung? Eher gering ... D.S.
Petition zur Rettung der Schwimmbäder eingereicht 09.12.19: Seit dem Jahr 2000 wurden in Deutschland 1400 Schwimmbäder Quelle: tagesschau.de/inland/schwimmbaeder-nichtschwimmer-101.html (der Artikel ist nicht mehr online) * Bei einer Einwohnerzahl von 82.79 Mio. (2018) teilten sich damit in Deutschland 12'936 Personen ein Schwimmbad. In der Schweiz waren es ca. 10'625 Personen (8.5 Mio. Einw. bei rund 800 öffentlichen Badeanlagen) Holland «Holy Water» – die Kirche wird zum Hallenbad 27.4.24: Die Kirche St. Francis of Assisi in der Stadt Heerlen steht seit zwei Jahren leer. Um dem Gebäude wieder eine soziale Funktion zu geben, wollen niederländische Architekturbüros in der ehemaligen Kirche bis 2027 ein Schwimmbad einrichten – in einem beeindruckenden Gewölbe mit Buntglasfenstern, und der ehemaligen Kanzel als Plattform für die Badewache. Quelle: euronews.com | die-kirche-die-zum-schwimmbad-wird Österreich «Wild Swimming» 22.8.24: Das Baden in Österreichs Flüssen war einst weit verbreitet. Im Zuge des europäischen Schwimmbooms um 1900 entstanden viele «Strombäder»: vertäute Badeschiffe. In den Anfangszeiten waren das einfache Flösse mit Sichtschutzwänden, geschwommen wurde in eingelassenen Becken aus Drahtgeflecht. Mehr auf topos.orf.at/flussbaden
Frauenrutschverbot 4.7.24: Im Freizeitpark Area 47 im Ötztal sorgte ein Rutschverbot für Frauen für Diskussionen. Auslöser war das Internet-Video einer australischen Sportlerin, die sich über das Verbot hinwegsetzte. Quelle: tirol.orf.at | stories
Lernhilfe in den Freibädern 17.7.22: Im Sommer 2022 wird in drei Wiener Freibädern kostenlos Lernhilfe in Deutsch und Mathematik angeboten. Durch den Standort werde ein angstfreier Zugang zur Bildung ermöglicht, und das Feriengefühl im Lernprozess mit einfließen. Quelle: wien.orf.at
Wien will 5 neue Hallenbäder bauen 30.9.21: In Wien sollen, aufbauend auf die »Bäderstrategie 2030«, in den nächsten Jahren fünf neue Schwimmhallen und 30 Bäder-Erweiterungen erbaut werden. Schulen, Vereine mussten nach der Wiedereröffnung der Hallenbäder aufgrund der geltenden CoV-Regeln zu getrennten Zeiten schwimmen. So kam es zur Kritik an eingeschränkten Öffnungszeiten, zu späten Kurszeiten, und ausgebuchten Kursen. Neue Hallenbäder sollen den Kampf um die Schwimmbahnen entschärfen. Quelle: wien.orf.at England London: «Baden im Fluss verboten» 10.7.23: 80 Prozent der englischen Flüsse gelten als stark verschmutzt. 1989 wurden die Wasserwerke privatisiert und haben den Ausbau der Abwasser-Infrastruktur vernachlässigt. Bei starkem Regen werden Abwässer ungereinigt in die Flüsse geleitet. Das Baden ist daher in den meisten Flüssen und Seen oft eine unappetitliche Angelegenheit oder sowieso verboten. Die Wasserindustrie will nun in den nächsten Jahren zwölf Milliarden Franken in die Sanierung der Abwasserinfrastruktur investieren. Quelle: srf.ch | news Belgien Die EU-Hauptstadt Brüssel hat kein einziges Freibad 19.6.22: Bis Ende der 1970er Jahre gab es sehr wohl Freibäder in Brüssel, aber 1978 sperrte das letzte endgültig zu. Das Fehlen von öffentlichen Freibädern soll eine europäische Einzigartigkeit sein, und beschäftigt in heissen Sommern Einheimische und Zugereiste. Quelle: orf.at/stories/3266961 Spanien Oben Ohne Barcelona, August 2019: An den Stränden der Katalanischen Hauptstadt Barcelona ist es seit Jahrzehnten Usus, dass Frauen wie Männer ohne Oberteil sonnenbaden und planschen. Aus den öffentlichen Freibädern gab es aber in letzter Zeit häufiger Beschwerden von Frauen über das Personal, das das Ablegen des Bikini-Tops nicht akzeptieren wollten.
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