Die BewohnerInnen der Schweizer Hauptstadt sind mit Schwimmbädern nicht ganz so gut versorgt wie die Zürcher, aber das Angebot mit drei Hallenbädern, sechs Freibädern (Becken- und Aare-Flussbädern), und einem grossem Erlebnisbad kann sich absolut sehen lassen.
Von den Bädern sind die Anlagen Marzili und Lorraine weit herum bekannt. Beide Bäder profitieren von über Jahrzehnte gewachsenen Mythen. Dass auch das Bad Eichholz immer mehr Besucher anzieht, deutet darauf hin, dass die Berner trotz zähneklappernden Temperaturverhältnissen das Aareschwimmen unvermindert reizvoll finden. Im Gegensatz zur begradigten, aufgestauten Zürcher Limmat ist die Aare auf weiten Strecken ohne Staustufen und fliesst weich, aber zügig durch die Mäanderschlingen. Das kollektive Aareschwimmen im Schmelzwasser ferner Gletscher hat schon was von einer transzendentalen Erfahrung.
Hallen- und Freibäder in Bern:
Hallenbad Hirschengraben - ein 25-m-Schwimmbecken im Herzen der Stadt. Zeitweise Therapiebad mit 35°C
Öffnungszeiten Die Sommerbäder der Stadt Bern (Lorraine, Marzili, Weyermannshaus und Wyler) sind wie folgt geöffnet: Mai + September 08.30 - 19.00 Juni - August 08.30 - 20.00 Camping & Bad Eichholz öffnet von 7.00 bis 22.00 Uhr.
Bei schlechter Witterung können die Freibäder bereits ab 18.00 Uhr geschlossen werden (Lorrainebad ganzer Tag geschlossen).
Die Sommer-Badesaison dauert vom Mai bis Ende September (im Ka-We-De etwas verkürzt). Saison 2012: Saisonbeginn 28.4., Saisonende 23.9.2012.
Teilweise sind die Freibadanlagen ausserhalb der Saison frei zugänglich.
Die Hallenbäder haben individuelle Öffnungszeiten, die sich während der Freibad-Saison verkürzen können (schauen Sie bitte auf der jeweiligen Seite nach). Während den Sommerferien werden eventuelle Revisionen durchgeführt, während denen das jeweilige Bad geschlossen bleibt. Erkundigen Sie sich im Zweifelsfall, und informieren Sie sich direkt bei der entsprechenden Badeanlage.
Eintrittspreise Berner Hallenbäder Alle Stadtberner Sommerbäder mit Ausnahme des Ka-We-Des sind grundsätzlich gratis. Die Preise des Freibades Ka-We-De finden Sie auf dessen Seite vermerkt.
Preisliste Hallenbäder:
Einzel-
Eintritt
10er-Abo
Jahres-karte
Jahreskarte Auswärtige
Erwachsene
7.-
63.-
253.-
295.-
Ermässigt (AHV, Militär, IV, Studenten)
5.50
47.-
170.-
195.-
Kinder (6-16 J.)
3.50
26.-
125.-
140.-
Stand Jan. 2012
10er-Karten und Jahresabos gelten in allen drei städtischen Hallenbädern.
Therapiebad, Sauna, Türkischbad, Dampfbad, Massagen und Solarien werden separat verrechnet.
Briefadresse für Informationen zu den Stadtberner Bädern: Sportamt der Stadt Bern Effingerstr. 21 Postfach 8125 3001 Bern
Das Sportamt der Stadt Bern ist zuständig für die betrieblich-organisatorische Planung und für die Bewirtschaftung von Turn- und Sportanlagen, Freibäder, Hallenbäder und Kunsteisbahnen.
Beliebt ist die Schwimmstrecke zwischen Eichholz und Marzilibad. In einer guten halben Stunde ist der Uferweg zu schaffen. Kleidung und Gepäck lässt man im Bad zurück, oder packt sie zum Mitnehmen in einen wasserdichten, schwimmfähigen Beutel.
Wer nicht die ganze Strecke schafft: Beim Schönausteg gibt es einen guten Ein-/Ausstieg. Mutige Jungs springen dort auch von der Brücke.
Im Gebiet der Stadt Bern fliesst die Aare beim Schwellenmäteli oberhalb des Bären-Parks über ein Wehr. Flussauf- und -abwärts ist das Baden und Schwimmen hier auf ein paar Hundert Metern Länge untersagt.
In der Mäanderschleife beim Bärenpark bestehen keine Ausstiegs-Möglichkeiten. Die gut schwimmbare Strecke beginnt daher beim Altenbergsteg (die eignet sich auch gut zum Brücken-Springen), und geht bis zum Bad Lorraine.
Eine gute "Aare-Schwimm-Anleitung" inklusive Karten gibt es bei aareschwumm.ch (auf Berndeutsch u. Hochdeutsch...)
Aareschwimmen auf Video
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Gefahren
Das Baden in der Aare ist nicht ungefährlich, und es ist nur geübten Schwimmern zu empfehlen. Es besteht keine Badeaufsicht.
Bei kühlen Wassertemperaturen lässt die Leistungsfähigkeit schnell nach, und die Strömung ist stellenweise so stark, dass Sie unter Wasser das Klingeln der rollenden Kiesel hören können.
Nutzen Sie beim Marzilibad früh genug die Ausstiege. Achten Sie aber auf die Felsen, die unter Wasser in Ufernähe auf unvorsichtige Aareschwimmer lauern...
Wasserqualität der natürlichen Gewässer:
Das kantonale Laboratorium hat in ihren Communiqués der letzten Jahre für die öffentlichen Strandbädern am Brienzersee, Thunersee, Bielersee und Moossee sowie am Burgseeli und am Neuenburgersee jeweils eine sehr gute Wasserqualität ausgewiesen.
Auch in den überprüften Flussbädern an der Aare war die Badewasserqualität gut bis sehr gut.
Insbesondere bei den Flussbädern verschlechtert sich nach starken Gewittern oder andauernden Regenfällen die Badewasserqualität vorübergehend. Sobald sich später das Wasser klar zeige, dürfe man auch wieder mit einer guten Badewasserqualität rechnen.
Die Aare zeigt sich physikalisch-chemisch in einem guten Zustand. Im Sommer wird das Flusswasser beim Marzili vom Berner Stadtlabor auf fäkale Verunreinigungen untersucht. Während in diesem Abschnitt das Schwimmen unbedenklich ist, musste zeitweise unterhalb der Abwasserreinigungsanlagen Worblental und Bern auf Grund der Keimbelastung vom Baden abgeraten werden. (82)(83)
°CBadewasser-Temperaturen:
Die Temperatur der Aare bestimmt in der warmen Jahreszeit das Temperament und den Tagesablauf mancher Berner. So existieren gleich mehrere Internetseiten, die online die aktuelle Wassertemperatur anzeigen. Oder man lässt sich die Celsiusgrade gleich aufs Handy SMSlen. Denn es gilt, kurzzeitige Temperaturschwankungen geschickt in seinen Tagesplan einzubauen. Die Windverhältnisse am Thunersee können so dem Fluss-Schwimmer bei günstigen Verhältnissen etwas wärmere Temperaturen bescheren. Und bei den knappen 20°, die die Aare auch im Hochsommer selten übertrifft, ist man froh um jedes Zehntelgrad...